Publicatiedatum: 2 februari 2015
Reporter: Albert Hendriks - Friesland Holland Nieuwsdienst - www.friesnieuws.nl

Stadt der Schlittschuhe, Werkzeuge, Schiffbauwerften und Mühlen

In der Holzstadt IJlst ist Geschichte noch gegenwärtig

Het eerste fabrieksgebouw van Koninklijke Fabrieken J. Nooitgedagt & Zn. Hier begon Jan Jarigs Nooitgedagt in 1865 met het produceren van houten schaatsen en schaven. In de loop der jaren kwam er de productie van gereedschappen, moderne schaatsen en houten speelgoed bij. Het verhaal liep mede door zachte winters eind 20-ste eeuw ten einde. Meer info:Museum Nooitgedagt: www.nooitgedagt-ijlst.nl Het museum is tijdelijk gehuisvest in de voormalige bibliotheek aan de Sudergoweg 1A, 8651 NE IJlst, nabij de fierljepschans.
Das erste Fabrikgebäude von Koninklijke Fabrieken J. Nooitgedagt & Zn. Hier begann Jan Jarigs Nooitgedagt im Jahre 1865 mit der Herstellung von hölzernen Schlittschuhen und  Hobeln. Im Lauf der Jahre kam er auch der Herstellung von Werkgeräten, modernen Schlittschuhen und Holzspielzeug nach. Die Geschichte findet durch die milden Winter im 20. Jahrhundert ihr Ende. Weitere Informationen: Museum Nooitgedagt: www.nooitgedagt-ijlst.nl Das Museum ist  vorübergehend untergebracht in der ehemaligen Bibliothek (Sudergoweg 1A, 8651 NE IJlst, Nähe Fierljep-Schanze).

IJLST (NL) – In IJlst drehte sich bis weit in das 20. Jahrhundert hinein beinahe alles um Holz. Hölzerne Schlittschuhe (houtjes), Hobel und Meißel mit einem hölzernen Griff und Holzspielzeug von Nooitgedagt (1865-1975). Und natürlich Schiffe aus Holz. Die Geschichte können Sie im Detail zurückverfolgen: im Museum Nooitgedagt und in der imposanten Holzsägemühle ‘De Rat’. In den Mühlen - obgleich bereits seit mehr als 300 Jahren in Betrieb - (1666 Zaandam, 1828 IJlst) werden noch immer große Baumstämme in Bretter zersägt.

det sich wenige Kilometer südlich von Sneek entfernt. Im Jahr 1268 erhielt IJlst das Stadtrecht zugesprochen. Damit war es die vierte friesische Stadt, die nach Stavoren, Hindeloopen und Harlingen das Stadtrecht erhielt. Die Stadt entstand an  der Oude Ee of Ye, ein Flusslauf zwischen dem einstigen Zuiderzee (das heutige IJsselmeer) und dem im Mittelalter trocken gelegten Middelzee. Die Stadt IJlst wurde nach diesem Fluss benannt bzw. ihr Name von ihm abgeleitet.  

Die Siedlung konnte sich zur Stadt entwickeln durch ihre günstige Lage an einer dreiarmigen Weggabelung bedeutender Fahrwege. Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein dienten in Friesland Wasserwege als Transportwege. Wie in den anderen friesischen “Elfsteden”, die allesamt am Fahrwasser liegen, wurde auch hier in der Stadt mit Milch, Molkereiprodukten und Fleisch aus den umliegenden Provinzen gehandelt, die mit Booten und Schiffen hierher gebracht werden.

 

Koggen
Der Schiffbau und Holzhandel begannen vom 18. Jahrhundert an zu florieren. IJlst war vorrangig spezialisiert auf Koggen, verhältnismäßig breite Schiffe. Koggen wurden von 1200 bis 1450 vor allem eingesetzt für den Handel zwischen den Hansestädten an der Ost- und Nordsee – hierbei spielten auch die Friesen eine bedeutende Rolle als Schiffbauer und Kapitäne. Das älteste bekannte Amtssiegel von IJlst stamt stammt aus dem Jahr 1496. Hierauf war eine Kogge abgebildet. Viele weitere Städte an der Ostsee haben eine Kogge in ihrem Wappen aufgenommen.

Schlittschuhlaufen und die Klimaveränderung
Im Jahr 1865 begann der erfindungsreiche IJlster Jan Jarigs Nooitgedagt mit der Herstellung von Schlittschuhen und Hobeln  auf dem Dachboden seines Hauses. Er schickte seine zwei Söhne im Jahre 1898 als Lehrlinge nach Deutschland, damit sie dort die Kunst der Schlittschuhherstellung lernen und in die Niederlande bringen konnten. Nooitgedagt spürte nämlich den heißen Atem der Konkurrenz in seinem Genick. Deutschland war auf dem Gebiet der Schlittschuhfertigung mit einem hölzernen Sockel viel weiter als die Friesen: fabrikmäßig und präzise mit Hilfe von Maschinen.
 
Rund 1930 stieg die Nachfrage nach Schlittschuhen rasant und explosiv an. Nooitgedagt (mit inzwischen 60 bis 100 Mitarbeitern) produzierte auf Hochtouren und importierte nebenbei auch Schlittschuhe aus Deutschland und Schweden, um der großen Nachfrage auch gerecht werden zu können. In den strengen Wintern vor dem Zweiten Weltkrieg wurden wöchentlich 7.000 Paar Schlittschuhe ausgeliefert. Im Jahr 1956 belief sich die Produktion von Schlittschuhen nur noch auf 80.000 Paare pro Jahr.

Dunkle Wolken zogen über Nooitgedagt mit der Ankunft der schnellen eisernen norwegischen Schlittschuhe, der Norweger, größtenteils aus Ostdeutschland und Japan stammend. Nooitgedagt findet sich in den Jahren 1959 und 1960 wieder mit großen Investitionen in der Entwicklung und Produktion von eigenen Norwegern. Im Jahr 1960 verlassen 45.000 Paar Metallschlittschuhe und Norweger seine Produktionsstätte neben 75.000 Paar Holzschlittschuhen, bekannt als ‘houtjes’.

Die Erderwärmung zeigte jedoch langsam ihre Auswirkungen. Die Winter in den Jahren 1964 und 1965 waren dramatisch mild. Nooitgedagt blieb auf großen Vorräten sitzen. Genau 100 Jahre nach Beginn der Herstellung der ersten hölzernen Schlittschuhe wurde die Produktion aller Arten von Schlittschuhen in IJlst eingestellt. Im Jahr 1975 verließen die letzten Schlittschuhe das Magazin. In diesem Jahr wurde zugleich die Produktion von Holzspielzeug aus den verwertbaren Resten der Holzschlittschuhherstellung eingestellt. Nooitgedagt richtete danach seine Aufmerksamkeit auf hochwertige Holzbearbeitungswerkzeuge wie Meißel und Messwerkzeuge – aber auch dies zählt inzwischen zur Geschichte.

 

Houtzaagmolen De Rat aan het Sneekerpad in IJlst.Oorspronkelijk stond de houtzaagmolen in de omgeving van Zaandam waar hij voor 1683 als balkenzager werd gebouwd. In 1829 kocht houthandelaar Ringnalda, ook burgemeester van de stad IJlst, de zwaar verwaarloosde molen en verplaatste deze naar IJlst. Links een houten bok, een praam. Dit scheepstype werd 300 jaar lang gebruikt voor het vervoer van hout naar aan het water gelegen Friese timmerbedrijven die boerderijen en huizen bouwden, maar ook naar houthandelaren. IJlst telde ooit acht scheepstimmerwerven en een paar grote houthandels. Info: www.houtzaagmolenderat.nl Beroepsmolenaar en houtzager Simon Jellema in gesprek met een bezoeker van de houtmolen.

Holzmühle De Rat am Sneekerpad in IJlst. Ursprünglich stand die Mühle in der Umgebung von Zaandam, wo sie vor dem Jahr 1683 zum Sägen von Balken errichtet wurde. 1829 kauft Holzhändler Ringnalda, gleichsam Bürgermeister der Stadt IJlst, die schwer heruntergekommene Mühle und versetzte diese nach IJlst. Links ein Holzbock, ein Lastkahn. Dieser Bootstyp wurde 300 Jahre lang eingesetzt für den Transport von Holz an die am Wasser gelegenen friesischen Zimmereien, die Bootwerften und Wohnhäuser errichteten sowie an Holzhändler. IJlst zählte einst acht Bootwerften und ein paar große Holzhandlungen.  www.houtzaagmolenderat.nl

 
Jaarlijks varen zo’n 20.000 boten door IJlst op weg naar Sneek, Heeg, Woudsend of Bolsward. Jaarlijks varen zo’n 20.000 boten door IJlst op weg naar Sneek, Heeg, Woudsend of Bolsward.

 

De ‘Johanna Jacoba’, hier gefotografeerd in Woudsend, is in 1909 in opdracht van Freerk Faber uit Workum gebouwd op de werf van Botje Ensing in Groningen. Tussen 1909 en 1929 werd het schip gebruikt om dagelijks drie keer beurt- en passagiersdiensten te varen tussen Workum en Bolsward. In 1929 werd Pieter Sijbesma uit IJlst eigenaar. Deze voer zes dagen in de week een beurtdienst tussen IJlst en Sneek. In de Tweede Wereldoorlog werd het schip ingevorderd door de Duitsers. De geallieerden hebben het schip uiteindelijk in Groningen tot zinken gebracht. Na de oorlog bracht de eigenaar samen met zijn schoonzoon P. Speerstra het schip weer in de vaart. Tot 1956 deed het weer dienst als beurt- en passagiersschip. In 1956 werd de ‘Johanna Jacoba’ afgekeurd voor passagiersvervoer, waardoor het tussen 1956 tot 1960 alleen nog maar vracht vervoerde. Na nog wat omzwervingen werd de Johanna Jacoba in 1992 gekocht door de gemeente Wymbritseradiel (thans behorend tot de gemeente Súdwest Fryslan), waarna het schip werd overgedragen aan de stichting Johanna Jacoba. Een grondige restauratie volgde, bekostigd uit giften van instellingen, bedrijven en particulieren. Met de hulp van veel vrijwilligers werd de restauratie voltooid. Dankzij die zelfde vrijwilligers is het mogelijk het varende monument van IJlst voor een lage prijs te huren voor een tochtje naar Sneek of over de Friese meren.Info: www.johannajacoba.nl Typisch IJlst: grachten en overtuinen.De aan het water grenzende tuintjes, vaak "bleken" genoemd, behoren bij de aan de grachten liggende huizen en werden vroeger gebruikt om de was te bleken.

Die ‘Johanna Jacoba’, hier fotografiert in Woudsend, wurde im Jahr 1909 im Auftrag von Freerk Faber aus Workum gebaut auf der Werft von Botje Ensing in Groningen. Zwischen 1909 und 1929 wurde das Schiff täglich für 3 Kehrtrunden eingesetzt: für Passagierfahrten zwischen Workum und Bolsward. 1929 wurde Pieter Sijbesma aus IJlst zum neuen Eigentümer. Dieser bot 6 Tage in der Woche einen Fahrdienst zwischen IJlst und Sneek an. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schiff von den Deutschen vereinnahmt. Die Alliierten brachten das Schiff schließlich in Groningen zum Sinken. Nach dem Krieg überführte der Eigentümer gemeinsam mit seinem Schwiegersohn P. Speerstra das Schiff wieder in Fahrt. Bis 1956 diente es fortan für Rundfahrten und Passagierfahrten. 1956 wurde die ‘Johanna Jacoba’ für unzweckmäßig erklärt für den Passagiertransport. So wurde das Schiff zwischen 1956 und 1960 nur noch für die Frachtbeförderung eingesetzt. Nach weiteren Irrwegen wurde die Johanna Jacoba 1992 verkauft an die Gemeinde Wymbritseradiel (heute der Gemeinde Súdwest Fryslan zugehörig), worauf das Schiff der Stiftung von Johanna Jacoba übertragen wurde. Eine gründliche Restaurierung folgte, finanziert durch Spenden von Einrichtungen, Unternehmen und  Privatpersonen. Zahlreiche Freiwillige Helfer beendeten die Restaurierung. Dank der gleichen Freiwilligen Helfer ist es möglich, das fahrende Denkmal von IJlst zu einem geringen Preis anzumieten für eine Fahrt nach Sneek über das Friesische Meer.

Typisch IJlst: Grachten und Gärten. Die an das Wasser angrenzenden kleinen Gärten,  häufig "bleken" (Bleichen) genannt, gehören zu den an den Grachten liegenden Häusern. Sie wurden früher zum Bleichen genutzt.
Honderd jaar oude en gerestaureerde en nog functionerende windmotors van Bakker in IJlst vind je nog overal in Friesland, zoals hier in de voormalige veenderij en huidig natuurgebied ‘Rottige Meente’ in Nijetrijne. Ze dateren van de periode van na 1900 toen Gooitzen en Tjerk Bakker studie hadden gemaakt van Amerikaanse windmotoren. Ze ontwikkelden varianten die beter bestand waren tegen Hollandse klimaatomstandigheden. Het voormalige stadhuis van IJlst (1859).

 

 
Een impressie van Elfsteden- en houtstad IJlst en omgeving. Een impressie van Elfsteden- en houtstad IJlst en omgeving.
Een impressie van Elfsteden- en houtstad IJlst en omgeving. Een impressie van Elfsteden- en houtstad IJlst en omgeving.